In dieser Lektion lernst du 💸
- Welche Finanzdienstleister es gibt
- Was ein Finanzdienstleister dir bieten kann
Finanzdienstleister
Schauen wir uns zunächst die verschiedenen Arten von Dienstleistern an.
Es gibt viele Arten von Finanzinstituten, von denen die meisten Finanzberatung anbieten. Was sie tun können und wie sie reguliert werden, ist weltweit unterschiedlich. Daher ist es wichtig zu wissen, wie die Regeln für Finanzberatung in deinem Land funktionieren. Hier konzentrieren wir uns auf den Schweizer Markt.
Sich beraten zu lassen und Investor:in zu werden, kann sich entmutigend anfühlen, aber oft ist es gar nicht so schwierig. Allerdings musst du ein paar Grundlagen verstehen, um die richtigen Dienstleistungen für dich zu finden. Werfen wir zunächst einen Blick auf die verschiedenen Arten von Dienstleister:innen.
Wenn Geld nicht auf Bäumen wächst, warum haben Banken dann Zweigstellen?
In Österreich gibt es ca. 450 Kreditinstitute. Das Land verfügt über eines der dichtesten Bankennetze in Europa mit über 4.000 Zweigstellen. Die Branche ist sehr vielfältig und die Banken unterscheiden sich in Grösse, Geschäftsmodell, Eigentümerstruktur, regionaler Ausrichtung und umfasst Aktienbanken, Sparkassen, Raiffeisenbanken und Volksbanken.
Traditionelle Banken
Damit sind Privatkundenbanken mit vielen Filialen gemeint.
Bei traditionellen Banken kannst du Sparen, Anlegen und Vorsorgen. Inbegriffen ist der persönliche Beratungsservice vor Ort. Angeboten werden ausschliesslich die eigenen Finanzprodukte. Unabhängige Beratung ist damit eher eingeschränkt.
Geeignet für: alle, die umfassende Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchten und denen persönliche Ansprechpartner:innen vor Ort in einer Bankfiliale wichtig sind.
Neo- und Digitalbanken
Solche Banken bieten alle ihre Dienste online und über Apps an. Das Angebot ist automatisiert, einschliesslich Push-Benachrichtigungen. Kundensupport erfolgt telefonisch, via E-Mail oder Chat. Im Allgemeinen bieten die meisten die gleichen Dienstleistungen an wie traditionelle Banken. Da sie jedoch keine physischen Filialen haben, können sie es sich leisten, niedrigere Gebühren zu erheben. Das Fehlen von Fixkosten bedeutet, dass einige von ihnen auch höhere Zinssätze zahlen können.
Geeignet für: alle, die ihre Finanzen selbst verwalten möchten, vor allem digital unterwegs sind und auf Filialen verzichten können
Privatbanken und Vermögensverwaltung
Banken, die im besonderen Vermögensverwaltung anbieten, werden oft als Privatbanken bezeichnet. Sie sind auf die Beratung besonders wohlhabender Kund:innen spezialisiert. Personen mit einem entsprechenden Vermögen (normalerweise rund 1 Million Franken in bar oder als Vermögenswerte, die schnell verkauft werden können) werden als 'high-net-worth individuals' (HNWIs) bezeichnet.
Geeignet für: alle mit grossem Vermögen oder einer komplexen finanziellen Situation
Unternehmens- und Investmentbanken
Um einen reibungslosen Ablauf der Transaktionen zu gewährleisten, arbeiten Unternehmen häufig eng mit Investmentbanken zusammen. Diese arbeiten für Unternehmen, Organisationen, Hedgefonds, Regierungen und in einigen Fällen für Einzelpersonen. Sie bieten Beratung zu den Finanzmärkten und unterstützen komplexe Geschäftsabschlüsse wie Fusionen und Übernahmen, Unternehmen, die in öffentliches Eigentum (IPOs) gehen möchten, Absicherungen und Fremdfinanzierungen.
Geeignet für: Unternehmen, Organisationen, Hedgefonds, Regierungen, in einigen Fällen Privatpersonen
Unabhängige Finanzberatung
Der Fachverband Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) vertritt Finanzdienstleister in Österreich. Mitglieder beraten innerhalb eines klaren rechtlichen Rahmens und unterliegen den geltenden gesetzlichen Standards, um Qualität und Transparenz in der Finanzberatung sicherzustellen.
Wenn du auf der Suche nach Finanzberatung bist, kann es sinnvoll sein, auf eine entsprechende Gewerbeberechtigung sowie auf Mitgliedschaften in anerkannten Branchenorganisationen zu achten.
Alle Finanzdienstleister in Österreich müssen bei der Finanzmarktaufsicht Österreich registriert bzw. von ihr beaufsichtigt werden, sofern sie regulierte Finanzdienstleistungen anbieten. Die FMA ist die staatliche Aufsichtsbehörde für den österreichischen Finanzmarkt und überwacht unter anderem Banken, Versicherungen, Wertpapierfirmen sowie andere Finanzintermediäre, um Stabilität, Transparenz und den Schutz von Anlegerinnen und Anlegern zu gewährleisten.
Tip 📌
Anlageberatung sollte:
- Unvoreingenommen und verständlich sein
- Das Beste für dich wollen
Online-Plattformen können hilfreich sein, solange du dabei nicht nur eine Plattform nutzt und dir stattdessen einen guten Überblick verschaffst.
To-Do 📝
Wir haben die fünf Haupttypen von Finanzdienstleistern behandelt. Du hast jetzt einen Überblick über das Angebot.
Überlege dir, welche Finanzdienstleistungen du benötigst und ob dein aktueller Anbieter alle diese Anforderungen abdeckt. Wie glücklich / zufrieden bist du mit der bisherigen Beratung?